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Forschungsprojekte der Philosophischen Fakultät

Forschungsbroschüre 2018/2019

Grußwort

Wissenschaftliche Exzellenz ist vielgestaltig. Sie zeigt sich nicht nur in großen Verbundprojekten, sondern auch in Einzelprojekten höchst individuellen Zuschnitts. Beides braucht eine Universität, die sich begründete Hoffnungen machen darf, Exzellenzuniversität zu bleiben. Beides braucht vor allem eine so große Fakultät wie die Philosophische Fakultät der Universität zu Köln.
Bemerkenswert ist die Breite der geförderten Projekte und der fördernden Institutionen; neben der Deutschen Forschungsgemeinschaft sei an dieser Stelle die Förderung im Rahmen des Akademienprogramms hervorgehoben, die der Tatsache Rechnung trägt, dass größere geisteswissenschaftliche Projekte vor allem Zeit brauchen.
Bereits zum vierten Mal erscheint nun unsere Forschungsbroschüre, die einen Einblick in die Forschungsaktivitäten an unserer Fakultät gibt. Ob digitales Arbeiten mit Texten und Objekten, archäologische Forschung in Europa wie in Afrika, Editionswissenschaften oder sprach- und kulturwissenschaftliche Untersuchungen von der Antike bis zur globalen Gegenwart – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Philosophischen Fakultät forschen mit viel Engagement und großem Ideenreichtum.
Wer also einen Eindruck von der inhaltlichen Vielfalt und methodischen Breite der Forschung an der Philosophischen Fakultät gewinnen will, der sei herzlich eingeladen, einen Blick in die vorliegende Broschüre zu werfen. Unser Dank gilt den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der vorgestellten Projekte, die das Redaktionsteam bei der Erstellung tatkräftig unterstützt haben.
Nun wünschen wir allen Leserinnen und Lesern viel Freude bei ihrer Entdeckungsreise in die Welt der humanities!

Die Dekanin,
Prof. Dr. Monika Schausten
Der Forschungsdekan,
Prof. Dr. Andreas Speer

Das Online-Magazin zur aktuellen Ausgabe

 

 


Artikel in Einzelansicht

 

 

 

Wie Wörter auf Gebärden treffen

Eine korpusbasierte Untersuchung der Mundbilder und des Fingeralphabets in der Russischen Gebärdensprache: Beschreibung und Implikationen für den intermodalen Sprachkontakt

Projektleitung: Dr. Anastasia Bauer | Slavisches Institut

Post-Doc-Projekt gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

Die überwiegende Mehrheit aller Gebärdensprachverwender ist mehrsprachig. Sie kommunizieren in einer Gebärdensprache und verfügen über relativ große Kenntnisse der sie umgebenden Lautsprache, allein, weil sie sich dieser im schriftlichen Medium regelmäßig bedienen. Mit anderen Worten, sie gebärden in einer Sprache und lesen und schreiben in der anderen. [....]

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Skulpturenausstattung und Architekturdekor der Villen von Oplontis

Projektleitung: Prof. Dr. Dietrich Boschung | Forschungsarchiv für antike Plastik

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

Die Villen von Oplontis, am Golf von Neapel beim heutigen Torre Annunziata gelegen, sind in Folge des Vesuvausbruchs 79 n.Chr. verschüttet worden. Seit ihrer Wiederent- deckung 1964 wurden sie systematisch ausgegraben und sind inzwischen durch eine Reihe von Vorberichten publiziert. Die aufwendig ausgeschmückte Anlage A ist als Villa der Kaiserin Poppaea (ca. 30–65 n.Chr.), der Gattin des Kaisers Nero, identifiziert worden. [....]

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Das Totenbuch der lahtesnacht

Erhalt des längsten Papyrus Deutschlands

Projektleitung: Prof. Dr. Richard Bußmann | Ägyptologie

Gefördert von der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz

Mit dem Papyrus Coloniensis 10207 besitzt die Papyrussammlung der Abteilung Ägyptologie ein bedeutendes Dokument aus der Spätphase der altägyptischen Kultur. Das Schriftstück wurde als Papyrusrolle von etwa 10 cm Durchmesser und 25 cm Höhe angekauft. Beim Entrollen entpuppte es sich als insgesamt 23,50 m langes Totenbuch einer Ägypterin namens Iahtesnacht („Der-Mond-ist-ihre-Stärke“). Es ist mit Sprüchen und farbigen Vignetten für die Verstorbene beschriftet und datiert etwa um 600 v.Chr. [....]

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Peripheres Wohnen und Arbeiten in der römischen Colonia Ulpia Traiana (CUT)

Projektleitung: 2018-19: Prof. Dr. Eckhard Deschler-Erb | Archäologie der Römischen Provinzen

Gefördert durch die Fritz-Thyssen Stiftung

Die römische Stadt Colonia Ulpia Traiana (CUT) befindet sich auf dem Stadtgebiet des heutigen Xanten, wurde in nachantiker Zeit aber nie überbaut. Seit dem 16. Jahrhundert und verstärkt dem 19. Jahrhundert kam es zu archäologischen Forschungsarbeiten und Grabungen im Bereich der CUT, die 1973 in der Gründung des LVR-Archäologischen Parks (APX) ihren vorläufigen Höhepunkt fanden. Durch den Schutz der Bodendenkmäler bietet sich der Forschung seither eine nahezu einzigartige Gelegenheit, eine römische Stadt in den Nord-West-Provinzen mit all ihren Facetten zu erforschen.  [....]

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Kommentar zur Tabula Peutingeriana

Projektleitung: Prof. Dr. Michael Rathmann (KU Eichstätt), PD Dr. Silke Diederich (Universität zu Köln) | Institut für Altertumskunde (Klassische Philologie)

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

Die Tabula Peutingeriana, seit 2007 UNESCO Welterbe, ist ein einzigartiges Zeugnis der Kartographiegeschichte. Das uns vorliegende Exemplar ist die um 1200 n.Chr. entstandene Kopie einer Darstellung geographischen Wissens, deren letzte Überarbeitung wohl um 435 anzusetzen ist. Da es sich um die einzige großformatige Karte handelt, die aus der Antike überliefert ist, wird klar, wie essentiell die Analyse dieses einmaligen Zeugnisses für unser Verständnis der Raumauffassung in der Antike ist. [...]

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Immortalized in Stone

Memory Making in Late Medieval China

Fellow-Projekt von Alexei Ditter/Jessey Choo am Internationalen Kolleg Morphomata
Projektleitung: Prof. Dr. Günter Blamberger, Prof. Dr. Dietrich Boschung; bzw. Prof. Dr. Alexei Ditter (Reed College), Prof. Dr. Jessey Choo (Rutgers University)

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Seit 2009 lädt das Internationale Kolleg Morphomata Fellows aus dem gesamten Spektrum der Geisteswissenschaften an die Universität zu Köln ein, um Fragen der Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen zu diskutieren. Von Januar bis Sommer 2019 arbeiten zwei renommierte China-Experten in Köln an der Konstruktion, Verbreitung und Vergegenwärtigung von Erinnerung im 7. bis 10. Jahrhundert in China. [....]

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Dynamiken der Konventionalität (400-1550)

Projektleitung: Prof. Dr. Udo Friedrich, Prof. Dr. Karl Ubl | Mittelalterstudien

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

Das Graduiertenkolleg „Dynamiken der Konventionalität (400-1550)“ ist aus einer interdisziplinären Kooperation Kölner Mediävist*innen aus den Disziplinen Geschichtswissenschaft, Germanistik, Kunst- und Architekturgeschichte, Philosophie, Mittelalteinische Philologie und Musikwissenschaft hervorgegangen. Zwölf Stipendiat*innen und eine Postdoktorandin erforschen über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren das Verhältnis von Bewahrung und Wandel in historischer Perspektive. [...]

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Forschung und Wissenstransfer digital

Das „Physikalische Kabinett“ aus der Sammlung der Jesuiten, die Gründung des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds und die Geschichte des Stiftens um 1800

Wiss. Leitung: Prof. Dr. Gudrun Gersmann | Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit

Gefördert durch den Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds (KGS)

Dieses neue Forschungsprojekt unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Gudrun Gersmann hat eine Laufzeit von vier Jahren (2018-2022) und ist Teilprojekt einer größeren Fördermaßnahme des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds (KGS) zur Erforschung und digitalen Erfassung der historischen Kulturbestände der Kölner Jesuiten im Kontext der Gründung des KGS um 1800. Das Gesamtprojekt wird von weiteren beteiligten Kölner Institutionen (Wallraf-Richartz-Museum sowie der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln) in jeweils unabhängigen Teilprojekten umgesetzt. [...]

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Papierpfade

Eine Materialgeschichte isländischer Bücher des 16. und 17. Jahrhunderts von der Papierproduktion bis zur Bibliothekssammlung

Projektbeteiligte Forscherinnen: Dr. Regina Jucknies | Institut für Skandinavistik/Fennistik Prof. Dr. Þórunn Sigurðardóttir, Árni Magnússon | Institut für Isländische Studien, Reykjavík Dr. Silvia Hufnagel | Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien

Gefördert durch: The Icelandic Research Centre (RANNÍS)

Das Forschungsprojekt verfolgt den Weg isländischen Papiers von der Produktion im 16. und 17. Jahrhundert in Mittel- und Nordeuropa über die Schreibstuben und Druckereien Islands bis hin zu heutigen Islandica-Sammlungen auf dem Kontinent.
Trotz einer äußerst langlebigen und vielfältigen Handschriften- und Buchkultur wurde in Island selbst nie Papier hergestellt, sondern stets importiert. Wo wurde das Papier hergestellt, wer waren diejenigen, die mit dem Papierimport begannen, wo kauften sie es und zu welchem Zweck?  [...]

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SustainLife

Lebende Systeme in den Digital Humanities

Prof. Dr. Brigitte Mathiak | Data Center for the Humanities (Universität zu Köln);
Prof. Dr. Dr. h. c. Frank Leymann | Institut für Architektur von Anwendungssystemen (Universität Stuttgart)

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

Geisteswissenschaftliche Forschung ist seit langem eine auch digitale Praxis. Dies spiegelt sich u. a. in den Methoden der Ergebnissicherung wider: Präsentationssysteme, interaktive Visualisierungen, Recherche-Datenbanken, digitale Editionen und virtuelle Arbeitsumgebungen haben sich neben der klassischen Publikation längst als digitale Instrumente der Ergebnissicherung etabliert. Dementsprechend spielen standardisierte Datenformate und Datenbanken eine zentrale Rolle bei der Sicherung von Nachhaltigkeit und wissenschaftlicher Replizierbarkeit digitaler Erkenntnisträger.  [...]

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Maria Sibylla Merian Centre

Conviviality-Inequality in Latin America (Mecila)

Projektleitung: Prof. Dr. Barbara Potthast | Iberische und Lateinamerikanische Abteilung (Teilprojekt UzK)

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Seit mehr als 500 Jahren sind die lateinamerikanischen Gesellschaften durch ethnische, religiöse und soziale Vielfalt sowie Ungleichheit geprägt. Die vielfältige Geschichte und Gegenwart in den Gesellschaften Lateinamerikas und der Karibik und das Spektrum an Vorstellungen, Diskursen und Praktiken der „conviviality“ - Koexistenz und Zusammenleben mit Differenz - stehen im Fokus des neuen Forschungskollegs.
Das Kolleg untersucht gegenwärtige und vergangene Formen des sozialen, politischen, religiösen und kulturellen Miteinanderlebens in Lateinamerika und der Karibik.  [...]

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Sonderforschungsbereich 806: Our way to Europe

Culture-Environment Interaction and Human Mobility in the Late Quaternary

Sprecher: Prof. Dr. Jürgen Richter | Institut für Ur- und Frühgeschichte (Universität zu Köln), Prof. Dr. Frank Schäbitz | Geographiedidaktik (Universität zu Köln), Prof. Dr. Thomas Litt | Mineralogie und Paläontologie (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

Seit 2009 beschäftigen sich rund 20 Projektgruppen im SFB 806 mit der Entstehung des Modernen Menschen in Afrika vor 300.000 Jahren und seiner Ausbreitung nach Europa. Bohrungen in den Süßwasserseen Äthiopiens und archäologische Prospektionen beleuchten besonders die Kultur- und Umweltverhältnisse der Zeit, in der unsere Vorfahren erstmals auftraten. Kürzlich entdeckte ein Team des SFB Steinartefakte aus dieser Zeit auf einem 3000 m hohen, erloschenen Vulkan im äthiopischen Hochland, der damit zum weltweit höchstgelegenen Faustkeilfundort avancierte. [...]

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Averroes (Ibn Rušd) und die arabische, hebräische und lateinische Rezeption der aristotelischen Naturphilosophie

Projektleitung: Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer, Jun.-Prof. Dr. David Wirmer | Thomas-Institut

Gefördert durch das Akademienprogramm / Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste

Die „Averroes Edition“ ist Teil des internationalen Großprojekts der „Averrois opera“. Dieses Projekt war 1931 von der Medieval Academy of America unter der Leitung von H. A. Wolfson begonnen worden. Unter dem Titel „Averroes und die arabische, hebräische und lateinische Rezeption der aristotelischen Naturphilosophie“ hat 2016 am Thomas-Institut ein neues dreisprachiges Editionsprojekt mit einer Laufzeit von 25 Jahren die Arbeit aufgenommen. Das Projekt wird im Rahmen des Akademienprogramms über die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste gefördert und steht unter der Schirmherrschaft der Union Académique Internationale (UAI). [...]

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Capitularia

Edition der fränkischen Herrschererlasse

Projektleitung: Prof. Dr. Karl Ubl | Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters

Gefördert durch das Akademienprogramm / Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste

Das Projekt erarbeitet eine neue Edition der fränkischen Herrschererlasse. Diese Texte – nach ihrer Aufteilung in einzelne Kapitel „Kapitularien“ genannt – gehören zu den wichtigsten Quellen der Geschichte des Frankenreiches, das vom 6. bis zum 9. Jahrhundert große Teile Mittel- und Westeuropas umfasste.
Die Neuedition setzt sich zum Ziel, der besonderen Überlieferungssituation dieser Quellengattung gerecht zu werden. Die Kapitularien sind als Einzelstücke aus Beratungen und Versammlungen am Hof hervorgegangen, überliefert sind sie jedoch ausschließlich im Rahmen von Sammlungen, die dezentral von Funktionsträgern des Herrschers zusammengestellt wurden. [...]

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Rebell*innen an der Macht

Fraktionskämpfe der Kulturrevolution in der chinesischen Provinz Shandong (1966-1969)

Projektleitung: Prof. Dr. Felix Wemheuer | China-Studien

Anschubförderung, Dekanat der Philosophischen Fakultät sowie GSSC

In der Frühphase der Kulturrevolution (1966-1969) führten Fraktionskämpfe innerhalb der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) sowie der Gesellschaft fast zum Zusammenbruch des Staates. Wir haben die Provinz Shandong als Fallstudie für unser Projekt ausgewählt, um die Frage zu erforschen, wie sich Fraktionskämpfe auf den verschiedenen Ebenen von Staat und Gesellschaft entwickelten. Die Provinz ist die zentrale Ebene der Analyse von Fraktionskämpfen, da die Zentralregierung keine Gründung von Rebellenorganisationen auf nationaler Ebene erlaubte. [...]

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CLARIN

Knowledge-Centre for Linguistic Diversity and Language Documentation

Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Witt | Institut für Digital Humanities, Prof. Dr. Nikolaus Himmelmann | Institut für Linguistik

Gefördert durch CLARIN-D

Das CLARIN Knowledge-Centre for linguistic diversity and language documentation (CKLD) ist ein dezentrales Kompetenzzentrum, das Forscher*innen von der frühen Planungsphase bis zur Realisation von Sprachdokumentationsprojekten oder anderen feldforschungsbasierten Vorhaben unterstützt. Das CKLD bietet Informationen und Unterstützung in Bezug auf Feldforschung und datenbezogenen methodologischen Fragen, insbesondere jedoch in Bezug auf Ausrüstung, digitale Werkzeuge und Methoden. [...]

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Narrative Vermittlung religiösen Wissens

Edition und Kommentierung geistlicher Vers- und Prosatexte des 13. bis 16. Jahrhunderts

Projektleitung: Prof. Dr. Hans-Joachim Ziegeler (Universität zu Köln) | Institut für deutsche Sprache und Literatur I, Prof. Dr. Klaus Ridder (Universität Tübingen) | Lehrstuhl für Deutsche Philologie / Mediävistik

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

In umfangreichen Pergament- und Papier-Handschriften des 13. bis 16. Jahrhunderts ist eine bislang nur bedingt überschaute Menge an kleineren Erzähltexten sowohl „weltlicher“, novellistischer, als auch „geistlicher“ Art gesammelt und aufgeschrieben worden. Nach einem über acht Jahre von der DFG in zwei Arbeitsstellen in Köln und Tübingen geförderten Projekt, in dem die seit Jahrzehnten geforderte Edition und Kommentierung der deutschen, „weltlichen“ Versnovellistik des Mittelalters erfolgreich und fristgerecht abgeschlossen werden konnte, ist nun einem Antrag stattgegeben worden, auch die oft in den gleichen Handschriften überlieferten kleineren „geistlichen“ Texte in einer kommentierten Edition vorzulegen. [...]

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Extrem geringe Bevölkerungsdichten und unbesiedelte Regionen

Forschungen zu den Populationsdynamiken unserer Vorfahren

Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Zimmermann, Prof. Dr. Silviane Scharl | Ur- und Frühgeschichte

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (Teilprojekt E1, SFB 806)

Demographische Studien beschäftigen sich nur selten mit der Bevölkerungsentwicklung in urgeschichtlicher Zeit. Das liegt sicherlich an der schwierigen Datenlage. Doch gerade für diesen Abschnitt der Menschheitsgeschichte sind demographische Faktoren essentiell bei der Modellbildung: Die Ausbreitung des anatomisch modernen Menschen, das Auftreten und Verschwinden von Kulturen und neuen Wirtschaftsweisen lassen sich nur vor dem Hintergrund von Populationsdynamiken erklären. [...]

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