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Forschungsprojekte der Philosophischen Fakultät 2018/2019

Maria Sibylla Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America (Mecila)

Koexistenz und Zusammenleben mit Differenz

Prof. Dr. Barbara Potthast | Iberische und Lateinamerikanische Abteilung (Teilprojekt UzK)

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Seit mehr als 500 Jahren sind die lateinamerikanischen Gesellschaften durch ethnische, religiöse und soziale Vielfalt sowie Ungleichheit geprägt. Die vielfältige Geschichte und Gegenwart in den Gesellschaften Lateinamerikas und der Karibik und das Spektrum an Vorstellungen, Diskursen und Praktiken der „conviviality“ - Koexistenz und Zusammenleben mit Differenz - stehen im Fokus des neuen Forschungskollegs.
Das Kolleg untersucht gegenwärtige und vergangene Formen des sozialen, politischen, religiösen und kulturellen Miteinanderlebens in Lateinamerika und der Karibik. Hierfür wird „conviviality“ als analytisches Konzept verwendet, das Formen des Zusammenlebens und damit einhergehende Probleme in konkreten Kontexten beschreibt und die Untersuchung verschiedener Abstufungen – von mehr egalitären Formen zu stark asymmetrischen Modellen des Miteinanderlebens – ermöglicht.
Dabei soll Mecila einen innovativen Raum für die gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen den Institutionen und Forscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen, Ländern und Karrierestufen ermöglichen, die wissenschaftliche Kooperation zwischen Deutschland und Lateinamerika, aber auch zwischen Brasilien und den spanischsprachigen Ländern, stärken, der „conviviality“-Forschung neue
Impulse verleihen und der einschlägigen lateinamerikanischen Forschung zu mehr Sichtbarkeit und Wirksamkeit im deutsch- und englischsprachigen Raum verhelfen.
Das Kolleg basiert auf einem Konsortium bestehend aus drei deutschen Partnern (Freie Universität Berlin, Universität zu Köln und Ibero-Amerikanisches Institut Preußischer Kulturbesitz) und vier lateinamerikanischen Partnern (Universidade de São Paulo und Centro Brasileiro de Análise e lanejamento, Universidad Nacional de La Plata und El Colegio de México). Der Hauptsitz wurde in São Paulo (Brasilien) errichtet. Im Rahmen des Gesamtprojektes ist die Uni Köln verantwortlich für die Erarbeitung der historischen Dimension von „Conviviality“ und übernimmt den Aufbau eines Datenmanagementsystems.
Um den Austausch zu unterstützen, wird in der Hauptphase ein Programm für Gastwissenschaftler*innen in das bereits bestehende Internationale Fakultätsprogramm der Universität integriert sowie Publikationen, Workshops, Konferenzen und Sommerschulen gefördert.
Durch den Aufbau des Forschungsdatenmanagements – die Infrastruktur zur Archivierung von Forschungsergebnissen – soll eine Kontinuität der Datenpflege auch über den Förderzeitraum hinaus gewährleistet, die bestehende Zusammenarbeit zwischen den Verbundinstitutionen langfristig unterstützt und im Nachhinein die im Projekt entstandenen Forschungsdaten der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.


Text: Mecila Teilprojekt-Köln

Kontakt

Iberische und Lateinamerikanische Abteilung
Prof. Dr. Barbara Potthast

Weitere Mitarbeiter*innen: Prod. Dr. Barbara Potthast, Prof. Dr. Gesine Müller, Jun.-Prof. Dr. Stefanie Gänger

E-Mail paccoaim(at)uni-koeln.de


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