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Third Mission an der Philosophischen Fakultät

Die Philosophische Fakultät bietet ein breit gefächertes Forschungsprofil in den Sozial-, Kultur-, Sprach- und Literaturwissenschaften, dessen Bandbreite sich von der Afrikanistik bis zur Ur- und Frühgeschichte, von der Anglistik bis zur Slavistik erstreckt. Mit ihren über 30 Instituten und Einrichtungen liefert sie einen bedeutsamen Beitrag zur Wissensgenerierung in Themengebieten, die weit über universitäre Grenzen hinaus von Bedeutung sind. Die Third Mission Aktivitäten der Philosophischen Fakultät sind in die Bereiche Digitale Bildung und Lebenslanges Lernen, Wissensaustausch und gesellschaftliche Impulse und Internationalisierung und globaler Dialog gegliedert.

 

Digitale Bildung und lebenslanges Lernen

Die Vermittlung von Wissen ist ein zentraler Baustein von Forschung und Lehre an der Fakultät. Durch die Weiterentwicklung moderner Informationstechnologien zur Speicherung, Aufbereitung und Präsentation von Forschungsdaten am Cologne Center for eHumanities wird historische und gegenwärtige kulturwissenschaftliche Forschung für kommende Generationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die gesellschaftliche Öffentlichkeit und neue Formen der internationalen Kooperation verfügbar gemacht.

Digitalität in der Wissensvermittlung wird für alle Zielgruppen – von den Kindern bis zu den Senior*innen – immer wichtiger. An der Philosophischen Fakultät wird Grundlagenforschung im Bereich des Wissenerwerbs betrieben, Formen der Wissensvermittlung fachdidaktisch beständig weiter entwickelt und an die Herausforderungen der Digitalisierung und gesamtgesellschaftliche Dynamiken angepasst. Angebote für Kinder ergänzen das Portfolio der Universität im Lehramtsstudium, eigene Formate für Senioren im Seniorenstudium öffnen die Universität für eine alternde Gesellschaft.

 

Wissensaustausch und gesellschaftliche Impulse

Praxisorientierung bedeutet nicht nur, Forschungsergebnisse für die Gesellschaft nutzbar zu machen, sondern auch gesellschaftliche Wissensformen und Debatten aufzugreifen und von ihnen zu lernen. Wissensaustausch findet an der philosophischen Fakultät durch öffentliche Veranstaltungen und in Form von Kooperationen mit außer-universitäten Einrichtungen wie Schulen und Ausbildungseinrichtungen, Museen, Nichtregierungsorganisationen und sozialen Initiativen statt.

Im Rahmen zahlreicher Gastvorträge und kultureller Veranstaltungen, wie auch durch die Mitwirkung zahlreicher Hochschulangehöriger in lokalen, nationalen und internationalen Gremien, setzt die Philosophische Fakultät maßgebliche gesellschaftliche Impulse, die im Austausch mit außerwissenschaftlichen Akteuren entwickelt werden – beispielsweise in Gestalt jährlicher Formate wie der Albertus-Magnus-Professur, der TransLit oder der „Poetica – Festival für Weltliteratur“.

 

Internationalisierung und globaler Dialog

Die Öffnung akademischer Wissensproduktion für die Gesellschaft bedeutet in einer globalisierten Welt, Perspektiven aus außereuropäischen Regionen einzubeziehen und andere Formen von Wissen zu stärken, die im europäischen Wissenskanon vernachlässigt werden, aber in einer globalisierten Welt von immer größerer Bedeutung sind. An SonderforschungsbereichenForschungskollegs und Einrichtungen wie dem Global South Studies Center oder der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne wird an einer Dekolonisierung von Wissen gearbeitet, mit internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kooperiert und mit außereuropäischen Partnern in unterschiedlichen Foren für einen globalen Dialog gearbeitet.

 

 


Digitale Bildung und lebenslanges Lernen

 

KölnerKinderUni

Wissenschaftler*innen der Philosophischen Fakulttät beteiligen sich regelmäßig am Veranstaltungsprogramm der Kölner Kinderuniversität. Die KölnerKinderUni ist von der Universität zu Köln im Jahre 2003 initiiert worden. Heute wird sie als Kooperationsprojekt von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen angeboten, die in der sogenannten Kölner Wissenschaftsrunde KWR zusammengeschlossen sind. Durch den Zusammenschluss bietet die KölnerKinderUni ein großes Spektrum an wissenschaftsorientierten Veranstaltungen für Kinder an.

Die Veranstaltungen der KölnerKinderUni richten sich an Kinder von 8 bis 12 Jahren. Angeboten werden in der Regel Vorlesungen und Workshops, in Einzelfällen auch Projekte, die über einen längeren Zeitraum laufen. Eltern und andere Erwachsene in Begleitung von Kindern dürfen an den Vorlesungen teilnehmen, sofern noch freie Plätze vorhanden sind. Die Teilnahme an den Workshops sind Kindern vorbehalten!

Kontakt: kinderuni(at)uni-koeln.de

Web: http://www.kinderuni.uni-koeln.de/

 

„Wallraf digital“ – Modellkonzept für digitalen Wissenstransfer

 

„Wallraf digital“ zeigt am Beispiel des Ferdinand Franz Wallraf, einer herausragenden Persönlichkeit der sogenannten „Sattelzeit“ (1750-1850) im Rheinland, die Möglichkeiten digitaler Wissensvermittlung auf. Wallrafs vielfältige Aktivitäten als Kölner Sammler, Stadtpolitiker und Universitätsrektor sowie sein Nachwirken in der Stadt Köln werden hier von Kölner Nachwuchswissenschaftler*innen erstmals in digitaler Form präsentiert.

Ansprechpartnerin: Christine Schmitt (Historisches Institut - Abteilung für Neuere Geschichte)

 

Web:

http://neuere-geschichte.phil-fak.uni-koeln.de/1828.html

http://www.blog-zeitenblicke.uni-koeln.de/wallraf-digital/

 

Senior*innenstudium

 

Die Universität zu Köln hat das Experiment gewagt, ihr Lehrangebot – von wenigen Einschränkungen abgesehen – Gasthörer*innen und Senior*innen zugänglich zu machen. Das Senior*innenstudium ist Teil eines wissenschaftlichen Weiterbildungsstudiums, das jedoch nicht auf einen akademischen Abschluss hin orientiert ist. Somit können Gasthörer*innen und Seniorenstudent*innen wie alle anderen Student*innen am normalen Studienbetrieb teilnehmen.

Dieses Kölner Konzept des Gasthörer- und Seniorenstudiums wurde und wird von der Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit (KOOST) partizipativ, d.h. gemeinsam mit älteren Gasthörer*innen (weiter)entwickelt. Diese Vorgehensweise entspricht offenkundig den Wünschen der älteren Hörer*innen, da die Universität zu Köln bundesweit zu den beliebtesten Hochschulen bei älteren Erwachsenen gehört.

Des Weiteren gibt es an der Universität zu Köln Seminarveranstaltungen und Forschergruppen, die sich besonders an ältere Studierende richten: die Arbeitskreise und Citizen Science-Projektgruppen. Unterstützt wird das Gasthörer- und Seniorenstudium an der Universität zu Köln vom fgs, dem Verein zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums.

 

Web: http://www.koost.uni-koeln.de/gasthoerersenioren.html

Kontakt: senioren-studium(a)uni-koeln.de

Erfahrungsberichte: http://www.koost.uni-koeln.de/erfahrungsberichte.html

 


Wissensaustausch und gesellschaftliche Impulse

 

Diversity-Woche – Du machst den Unterschied!

 

Seit 2015 richtet das Prorektorat für Gleichstellung und Diversität in Zusammenarbeit mit dem Referat Gender & Diversity Management die Diversity-Woche aus – unter dem Motto „Du machst den Unterschied!“ Ziel der Woche ist es, durch Veranstaltungen und Aktionen für den Umgang mit Vielfalt und Chancengerechtigkeit an der Universität und in der Gesellschaft zu sensibilisieren und auf die existierenden Angebote und Institutionen an der Universität zu Köln aufmerksam zu machen. Das Programm richtet sich sowohl an Beschäftigte als auch an Studierende. Auch Interessierte aus der Öffentlichkeit sind zu den Veranstaltungen der Woche eingeladen.

Die Diversity-Woche lebt von dem Engagement und der Motivation der Beteiligten. Mitarbeiter*innen und Einrichtungen der Philosophischen Fakultät tragen regelmäßig zum Programm der Woche bei. Wissenschaftler*innen greifen dabei aktuelle gesellschaftliche Themen auf. So wurde beispielsweise 2016 ein Forum zum Thema „Bildungschancen nach der Flucht“ gestaltet.

Web: http://www.portal.uni-koeln.de/diversity-woche.html

 

Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW

 

Forscher*innen an der Universität zu Köln engagieren sich auch über die Universität hinaus in der Lehre. Im Seminar „Ethnographie und Praxis: Annäherung an fremde Milieus“, unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Widlok, werden von Studierenden der Afrikanistik und der Ethnologie ethnographische Strategien erarbeitet, die zum einen eine Annäherung an „fremde“ Situationen erlauben, daneben aber auch die nötige Distanzierung für die Dokumentation der gemachten Erfahrungen schaffen. Teil des Seminars sind ethnographische Übungen in sozial hochdiversen öffentlichen Räumen in Köln. Diese werden in Zusammenarbeit mit Dr. Gisela Pauli-Caldas von der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW durchgeführt. Studierende der UzK arbeiten hier gemeinsam im Tandem mit Anwärter*innen für den Dienst in öffentlicher Verwaltung und Polizei.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Thomas Widlok, Institut für Afrikanistik

 

Ringvorlesung „Medien der Fremderfahrung“

Die Ringvorlesung „Medien der Fremderfahrung“ ergänzte die Ausstellung „Michael Oppitz. Bewegliche Mythen“ dem seit dem 21. Juni 2018 in Kolumba Kunstmuseum des des Erzbistums Köln zu sehen ist. Die Veranstaltungsreihe wurde in Kooperation mit der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, dem Global South Studies Center, der Universität zu Köln, dem KOLUMBA, der Kunsthochschule für Medien, Köln und dem Allerweltskino ausgerichtet.

 

Konzept & Organisation: Anja Dreschke und Martin Zillinger

Web: http://www.kolumba.de/?language=ger&cat_select=1&category=2&artikle=724

 

Eine Uni – Ein Buch: Köln liest Keun

 

Im Jahr 2017 war die Universität zu Köln eine von zehn bundesdeutschen Hochschulen, die sich erfolgreich für das Projekt des Stifterverbands Eine Uni – Ein Buch beworben hat. Die Idee des Projektes ist es, ein ausgewähltes Buch ein Semester lang in der hochschulischen Öffentlichkeit zu lesen, darüber zu diskutieren und unterschiedliche fachliche wie persönliche Perspektiven auszutauschen. Die Universität zu Köln hat sich für das Buch „Kind aller Länder“ der Kölner Autorin Irmgard Keun entschieden. Der 1938 erschienene Roman beschreibt aus der Perspektive der 10-jährigen Protagonistin Kully ihre Flucht durch Europa und ihr Leben im Exil. Der Roman bietet vielfältige, auch aktuelle Anknüpfungspunkte und eignet sich daher in besonderer Weise für Eine Uni – Ein Buch.

AnsprechpartnerinProf.'in Dr. Kirsten Schindler (Institut für deutsche Sprache und Literatur II)

Web: http://koeln-liest-keun.uni-koeln.de/

https://www.stifterverband.org/eine-uni-ein-buch

 

 

 

Mehr als nur ein fairer Preis. Fachtagung zum Forschungsstand des fairen Handels im deutschsprachigen Raum

 

Der Faire Handel befindet sich seit Jahren auf einem kontinuierlichen Wachstumskurs und ist aus der öffentlichen Wahrnehmung und den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Während das Thema immer stärker in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen präsent ist, nimmt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Fairen Handel und seinen Auswirkungen auf Themengebiete wie z.B. Produktionsbedingungen, Vermarktung, Konsumverhalten, Handelsbedingungen, Partizipation und Mitbestimmung im deutschsprachigen Raum vergleichsweise wenig Raum ein.

Ko-finanziert durch das EC DEAR-Programm (Development Education and Awareness-Raising) der Europäischen Union führte das Global South Studies Center (GSSC) der Universität zu Köln in Kooperation mit TransFair e.V. vom 23.-25.9.2018 eine Fachtagung zum „Forschungsstand des fairen Handels im deutschsprachigen Raum“ durch. Ziel der Tagung war es, den Fairen Handel kritisch in den Blick zu nehmen und dabei der deutschsprachigen Forschung zu diesem Themenfeld ein Forum des interdisziplinären Austausches und der akademischen Vernetzung zu bieten.

Die Konferenz wurde mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Faire öffentliche Beschaffung. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ eröffnet. Grußworte sprachen die Bürgermeisterin der Stadt Köln Elfi Scho-Antwerpes, die Prorektorin der Universität zu Köln Manuela Günter und der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von TransFair e.V. Dieter Overath.


Ansprechpartnerin: Dr. Christine Rath

Web: http://gssc.uni-koeln.de/fairtrade.html

 


Internationalisierung und globaler Dialog

 

Focus Global South

 

Für das Global South Studies Center bieten Aktivitäten im Bereich der Third Mission die Gelegenheit, Forschungsergebnisse des Zentrums in die Gesellschaft zu tragen und umgekehrt Strömungen aus der Gesellschaft – insbesondere aus dem Globalen Süden – in die Forschung einfließen zu lassen. Das GSSC kooperiert deshalb seit seiner Gründung intensiv mit diversen außeruniversitären Institutionen, von Museen über Schulen bis hin zu Bildungsträgern, Kultureinrichtungen und Medien.

In einem eigens entwickelten Format – „Focus Global South“ – trägt das Zentrum aktuelle Forschungsthemen in die Öffentlichkeit und bietet dabei auch kulturellen und politischen Akteuren aus dem Globalen Süden ein Forum.

Das Spektrum der Veranstaltungsformate umfasst Vorträge, Podiumsdiskussionen und Filmbeiträge, gelegentlich auch Kulturveranstaltungen. Dabei werden Themen wie Klimawandel, fairer Handel, Flucht, Slaverei und Migration sowie länderspezifische Entwicklungen aufgegriffen und einer breiten Öffentlichkeit präsentiert, vorzugsweise in Veranstaltungsorten außerhalb der Universität.

Ansprechpartnerin: Dr. Christine Rath (Öffentlichkeitsarbeit, GSSC)

Web: http://gssc.uni-koeln.de/fokus_globaler_sueden.html?&L=1