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UNESCO Welterbe – globale, nationale und lokale Perspektiven in Theorie und Praxis

Kulturwissenschaft in der Praxis

 

In Kooperation mit fünf verschiedenen Fächern, angesiedelt an der Philosophischen und der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, bekommen Masterstudierende im Rahmen dieses uniweit einzigartigen Projekts der Forschungsklasse UNESCO Welterbe die Chance, einen Einblick in das Berufsfeld des Kulturmanagements zu erhalten. 50 verschiedene Fächer können an der Philosophischen Fakultät der UzK studiert werden. Sofern man nicht auf Lehramt studiert, bleibt jedoch bei einer solchen Fächervielfalt die Frage, wie das Leben nach dem Studium aussieht, für viele Studierende zunächst ohne konkrete Antwort.

Mit dem Projekt der Forschungsklasse UNESCO Welterbe sollen Perspektiven geschaffen werden, welche Berufsmöglichkeiten es mit einem „exotischen“ Studienfach gibt. Anhand des Beispiels von UNESCO Welterbestätten wird in den Bereich des Kulturmanagements eingeführt. Hierfür werden regelmäßig Experten eingeladen, deren Workshops sich besonders durch Berufsorientiertheit auszeichnen.

 


Die Bedul in Petra – Weltkulturerbe: Fluch oder Segen

Ein Projekt von Sammy S. – Studienfächer: BA Sprachen und Kulturen der islamischen Welt

Die Auszeichnung UNESCO Welterbe ist inzwischen ein stark umkämpftes Prädikat, nicht zuletzt, da es einen Aufschwung der Tourismusindustrie zu versprechen scheint. Doch gibt es auch hier eine zweite Seite der Medaille. Die Felsenstadt Petra ist das Touristenziel Jordaniens schlechthin. Seitdem sie 1985 als Welterbe deklariert wurde, gab es jedoch nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer wie die Beduinen, die teilweise ihre Höhlen verlassen mussten, um das Image der Stätte aufzuwerten. 2008 wurde die Kultur der Beduinen in Petra und der Wüste Wadi Rum in die Liste der immateriellen Kulturerben aufgenommen. Wurde hier ein geschickter politischer Schachzug gemacht? Haben die Beduinen hiervon wirklich profitieren können?








Der Weltkulturerbe-Tourismus in Luxor: Wohin geht die Reise?

Ein Projekt von Markus Wallas – Studienfächer: BA Ägyptologie

Wie hat sich der Weltkulturerbe-Tourismus in Luxor seit der Revolution 2011 verändert? Wie ist die aktuelle Situation und welche Erwartungen gibt es im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung?
Dass der Tourismus in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist, war mir bereits bekannt und auch bei der Vorbereitung auf meinen Auslandsaufenthalt anhand sehr günstiger Flug- und Mietpreise ersichtlich.
Während meiner Forschungsphase konnte ich direkt mit den Menschen über ihre ökonomischen Sorgen reden und einen Einblick gewinnen, wie essentiell wichtig und vielseitig der Tourismus für und in ganz Ägypten ist.




Mensch und Tier: Beziehungen zwischen Mahout und Elefant in der
Weltkulturerbestätte Hampi

Ein Projekt von Stefanie Magdalene Helbert – Studienfächer: Master Interkulturelle Kommunikation und Bildung

Ganesha ist die beliebteste Gottheit im Hinduimus. Sie wird oft als Elefant dargestellt, einer der Gründe, warum Elefanten in Indien eine besondere Rolle zugesprochen wird. In Hampi, einem Dorf umgeben von imposanten historischen Stätten im Süden von Indien, gibt es einen Tempelelefanten, dessen Aufgabe es ist, unter Aufsicht seines Mahuts (Trainer) die Tempelbesucher zu segnen. Welche Bedeutung hat dieses Tier für Besucher der Welterbestätte und für seine Besitzer? Wie lässt sich die Beziehung zischen Mahut und Elefant beschreiben? Um diesen Fragen nachzugehen hatte ich das Glück während meines Aufenthaltes Elefant und Trainer in ihrem Alltag zu begleiten.












Die Korrelation zwischen Tourismus und Buddhismus am Goldenen
Pavillon in Kyôto

Ein Projekt von Roxanne Ehrig – Studienfächer: 2-Fach MA English Studies/Japanstudien

Die größten Religionen in Japan sind der Buddhismus und der Shintoismus. Doch welche Rolle spielt die Spiritualität im Tourismus vor Ort? Werden einst religiöse Pilgerziele wie der Goldene Tempel (Kinkaku-ji) in Kyôto noch als solche angesehen? Trotz meiner skeptischen Erwartungen hat mich die schiere Touristenflut hauptsächlich asiatischer Herkunft überrascht.